Biber

Zwischen 1973 und 1975 beschaffte die Bundeswehr 105 Brückenlegefahrzeuge von Typ Biber und 124 Brückensätze.

Basis des Brückenlegers ist der Kampfpanzer Leopard 1. Die Fahrleistungen des Fahrzeuges entsprechen denen des Kampfpanzers. Der Schutz der Besatzung entspricht ebenfalls dem des Panzers.

Besonderheit des Brückenlegers ist das Verlegeverfahren. Im Gegensatz zu vielen anderen Brückenlegern, bei denen die Brücke gefaltet wird, benutzt der Brückenleger ein Schiebeverfahren zum Verlegen der Brücke. Dabei wird der untere Teil der Brücke nach vorn, vor den oberen Teil der Brücke geschoben und die Brücke dann als ein Teil verlegt. Vorteil ist das der Verlegeort der Brücke nicht so leicht aufgeklärt werden kann, wie bei den Brückenlegern, die das Scherenprinzip verwenden.

Mit einer Brücke können Hindernisse bis 20 m Breite überbrückt werden. Mit überlappender Verlegung sind größere Breiten möglich.

GDELS hat die Bezeichnungen für seine Brücken verändert. Der Biber wird jetzt als Anaconda bezeichnet. Die Brücke ist mit neuer Lastklasse rezertifiziert worden. Sie hat nun die Lastklasse MLC80+. Es sind 240 Fahrzeuge produziert worden, die in mehr als 10 Ländern eingesetzt werden.

Besatzung2 Mann
Abmessungen der Brücke
Länge22 m
Breite4 m
Gewicht der Brücke9,94 t
Abmessungen Fahrzeug mit Brücke
Länge11,82 m
Breite4 m
Höhe3,55 m
Masse Fahrzeug45,3 t
Tragfähigkeit Kettenfahrzeugeca. 60 t
Höchstgewschwindigkeit60 km/h


Biber beim Verlegen der Brücke
Biber beim Verlegen der Brücke

Biber beim Verlegen der Brücke
Biber beim Verlegen der Brücke

Biber beim Passieren einer überlappend verlegten Brücke
Biber beim Passieren einer mehrgliederig verlegten Brücke


PMA 85

Anfang der 1990-ger Jahre wurde in Rumänien ein Projekt zur Nutzung der Brücke des Biber auf dem TR-85 gestartet. Zur Serienproduktion kam es nicht.

PMA 85
PMA 85

PMA 85
PMA 85