MT-55A

Ab 1952 wurde in der CSSR der Brückenlegepanzer MT-34 auf Basis des T34/85 entwickelt. Da die Entwicklung sehr lange dauerte und inzwischen der T-54 produziert wurde, wurde 1957 ein Brückenlegepanzer mit gleichem pioniertechnischen Aufbau auf den Markt gebracht. Die Entwicklung des MT-34 wurde 1958 beendet.

MT-34
MT-34

In einem gemeinsamen Beschaffungsplan vereinbarten die Tschechoslowakei, Polen und die DDR 1960 die Entwicklung eines Brückenlegers mit hydraulischer Kippbrücke. 1961 begannen in Martin die Entwicklung des MT-55. Als Basisfahrzeug war der T-55 vorgesehen. Da dieser aber noch nicht zur Verfügung stand wurden die zwie ersten Funktionsmuster auf T-54 gebaut. Nach der endgültigen Bewertung des Projektes 1964 begann der Bau eines Protoypen. Dieser wurde in der zweiten Hälfte des Jahres 1966 getestet und aufgrund von Konstruktionsmängeln umgebaut. Zu diesem Zeitpunkt stand der T-55A zur Verfügung und wurde als Basisfahrzeug für den Brückenleger bestimmt. Nach der Entwicklung zur Serienreife dauerte die Serienproduktion von 1968 bis 1983.

Der Brückenleger arbeitet nach dem Scherenprinzip. Der Verlegemechanismus sorgt für die Abstützung des Fahrzeuge während der Ablage und Aufnahme der Brücke. Zum Transport wird die Brücke auf dem Fahrzeug abgelegt. Dazu sind eine Halterung am Heck und zwei Ständer auf der Wanne des Fahrzeuges vorhanden. Die Brücke wird während des Verlegens mit einem Spreizzylinder, der auf einen Seilzug wirkt, entfaltet. Die Brücke ist eine offene Konstruktion, wodurch sie nicht schwimmfähig ist. Das Basisfahrzeug bietet der Besatzung den gleichen Schutz wie der Kampfpanzer.

Bereits 1966/1967 hat die DDR 6 Basisfahrzeuge für den Bau von Prototypen des BLG-60 erhalten. Der pioniertechnische Aufbau des BLG wurde vollständig von der DDR entwickelt und gebaut. In den ersten Jahren der Serienproduktion wurden der Großteil der produzierten Fahrgestelle an die DDR geliefert. Bis 1970 wurden 122 Fahrgestelle für die DDR, 17 für die tschechoslowakische Armee und 19 Fahrzeuge für den Export hergestellt. Bis zum Ende der Produktion wurden insgesamt 1415 Fahrzeuge und 458 Fahrgestelle für die DDR hergestellt. 196 Fahrzeuge waren Eigenbedarf, 1219 Fahrzeuge wurden exportiert. So wurden 935 Fahrzeuge an die Sowjetunion geliefert, hier wurden sie auch als MTU-55 bezeichnet. Andere Exportländer waren Bulgarien, Rumänien, Indien, Syrien, Lybien und Jugoslawien. Für den Export wurde in bestimmte Länder die Version "KS", kapitalistische Staaten, ohne den Strahlenschutz des MT-55A geliefert.

Der pioniertechnische Aufbau wurde für die Entwicklung eines Brückenlegers auf Basis des T-72 weiter verwendet.

In der Ukraine wurde offensichtlich versucht, auf Basis des T-64, einen Brückenleger, MTU-64, zu bauen. Der pioniertechnische Aufbau stammt vom MT-55A.

Länge mit Brücke9,88 m
Breite mit Brücke3,30 m
Höhe mit Brücke3,35 m
Breite ohne Brücke3,27 m
Höhe ohne Brücke2,80 m
Länge Brücke18,00 m
Breite Brücke3,30 m
Breite Spurbahn1,15 m
Spurbahnabstand1,00 m
Tragfähigkeit 50 t
Maximale Geschwindigkeit50 km/h
Gesamtgewicht36,5 t
Gewicht der Brücke6,5 t


MT-55A
MT-55

Schwenkarm, Kipphebel
Schwenkarm, Kipphebel

MT-55A Hecktraverse
MT-55A Hecktraverse
Hecktraverse, ein Beutefahrzeug der IDF, deshalb gibt es Abweichungen von der ursprünglichen Austattung

MTU-64
MTU-64
Der Prototyp im Chabarowsker Reparaturwerk.