SRF 1250 Elemente

Rammfähre I
Rammfähre II
Arbeitsfähre
Brückenbandelement
Übersetzfähre
Kranfähre
Derrickkran
schwimmende Hilfstütze für den mitlitärischen Brückenbau


Die Stromversorgung der SRF 1250 erfolgte mit Hilfe der beiden fahrbaren Dieselelektroaggregate oder durch Fremdeinspeisung. Sie lieferten den Strom für die Elektroseilzüge der Rammsektionen, die elektrischen Ankerwinden, die Hydraulikaggregate, Werkzeuge und die Beleuchtung. Die elektrische Anlage wurde entsprechend den Erfordernissen der jeweiligen Konfiguration mit Schaltkästen und Steckleitungen erstellt.

Die Hydraulikanlage bestand aus einem tragbaren Druckölerzeuger mit Elektroantrieb und den Druckölverbrauchern in den Rammsektionen. Nur die Abstützungen der Rammsektionen waren Druckölverbraucher.

Der Ausgleich der Lastmomente beim Einsatz als Rammfähre oder Derrickkran erfolgte durch Fluten entsprechender Sektionen der Pontons. Dazu ware die Pontons mit elektrischen Lenzpumpen und Handlenzpumpen ausgerüstet.


Rammfähren

Die Rammfähre I konnte aus 3 Pontons mit einer Rammsektion montiert werden. Dabei bildeten die Pontons I bis III die Steuerbord-Fähre und IV bis VI die Backbord-Fähre. Die Rammfähren I waren spiegelbildlich aufgebaut. Rammfähre II entstand durch Kopplung beider Rammfähren I an Ponton III und IV.

Zu jeder Rammfähre I gehörten 4 elektrische Ankerwinden, ein 50 KVA Dieselelektroaggregaten, das Hydraulikaggregat und weiteres Zubehör.

Die Pontons III und IV waren mit je einer Rammsektion ausgerüstet. Die Abstützungen wurden spiegelbildlich rechtwinklig am Rammmast angeschlagen. Der Rammmast und die Abstützungen waren Gitterkonstruktionen. Zu jedem Rammmast gehörten Mastverlängerungen für Rammarbeiten im tiefen Wasser.

Die Rammfähren konnten mit den Bugsierbooten oder den Ankerwinden in Rammposition gebracht werden.


Arbeitsfähre

Die Arbeitsfähre wurde aus 2 Pontons gebildet. Ein Querrahmensteckgerüst QSG 300 wurde für Arbeiten an den gerammten Pfählen bis in eine Höhe von 4 m auf den Pontons montiert. Für Arbeiten bis auf Höhe des Wasserspiegels konnte eine Niederbühne an die Pontons angehängt werden.

2 Handankerwinden, 2 elektrische Ankerwinden, Beleuchtung, Handwerkzeug, 2 Wandaufzüge und 1 Dieselelektroaggregat gehörten zur Ausstattung der Arbeitsfähre.


Brückenbandelement

Bei der Nutzung als Brückenbandelement wurden alle 6 Pontons verbunden. Es konnte zusammen mit weiteren Brückenbandelementen der SRF 1250 oder dem Pontonpark PMP verwendet werden.

Für die Kopplung mit dem Pontonpark waren Zwischenrahmen an Ponton I und VI vorgesehen, die Kopplungselemente für die SRF und den PMP besassen. Für die Auffahrt auf das Brückenbandelment konnten 2 Paar Auffahrrampen der SRF 1250 oder die Uferpontons des Pontonpark PMP genutzt werden. Die Auffahrrampen glichen bei der Kopplung mit dem Pontonpark PMP den Höhenunterschied aus.

Zur Ausstattung des Brückenbandelements gehörten 4 Handankerwinden, 6 elektrische Ankerwinden, 1 Lenzeinrichtung und 1 Dieselelektroaggregat.


Übersetzfähre

Als Übersetzfähre wurden alle 6 Pontons genutzt. Zum Bugsieren wurden alle 3 Bugsierboote eingesetzt. Der Einsatz als Gierfähre mit einem 150 bis 200 m langem Vorsatzseil und 2 elektrischen Ankerwinden war ebenfalls möglich. In diesem Fall waren feste Anlegestellen auszubauen.

Die Auffahrt auf die Übersetzfähre erfolgte über die 2 Paar Auffahrrampen, die über den Zwischenrahmen angelenkt wurden, an Ponton I und VI.

Zur Ausstattung der Übersetzfähre gehörten 6 bis 8 elektrische Ankerwinden, 1 Lenzeinrichtung und 1 Dieselelektroaggregat.


Kranfähre

Für die Kranfähre wurden alle 6 Pontons genutzt. Als Kran wurde der Autokran K-162 oder KS-4561 mit 10-m Ausleger eingesetzt. Auf dem Deck der Pontons wurden 2 Lastverteilungsträger aufgebaut, in denen Taschen für die Abstützungen des Kranes vorhanden waren.

Für die Auffahrt des Kranes wurde 1 Zwischenrahmen mit 1 Paar Auffahrrampen genutzt.

Zur Ausstattung der Kranfähre gehörten weiterhin 4 elektrische Ankerwinden und 1 Dieselelektroaggregat.


Derrickkran, schwimmende Hilfstütze für den mitlitärischen Brückenbau

Im Handbuch Militärtransportwesen von 1986 wird der Einsatz der SRF 1250 als Derrickkran oder schwimmende Hilfstütze für den mitlitärischen Brückenbau beschrieben. Die Anleitung A 041/1/305 Schwere Rammfähre 1250 Beschreibung und Nutzung von 1984 enthält keine Beschreibung dieser Einsatzvarianten.