Ab 1967 wurde der NVA der Schwimmwagen PTS-M, als Ersatz für den bis dahin verwendeten Schwimmwagen K-61, zugeführt. Obwohl PTS wortwörtlich übersetzt für
Die Tragfähigkeit des Schwimmwagens betrug im Wasser 10 t. Die Kabine war ungepanzert, nur über Luken im Kabinendach zu betreten und mit einer Filter-Ventilationsanlage versehen. Zwischen den Sitzen war die Seilwinde platziert, für deren Seil eine Öffnung in der Rückwand und der Vorderseite der Kabine vorhanden war. Eine Dieselheizung, vorn rechts auf der Ladefläche, ermöglichte das Heizen der Kabine. Für den Schwimmwagen gibt es eine Hochseeausrüstung, die aus einem Kreiselkompass, Schutzblechen für die Scheiben, Verlängerungen für den Auspuff und einer höheren Plane besteht.
Als Motor wurde ein leistungsreduzierter W54 V12 Motor verwendet. Die Antriebskomponenten stammten teilweise vom T-34, wie auch im AT-T. Das Fahrwerk stammte vom T-54. Das Schema der Kraftübertragung wurde mit einer Änderung vom K-61 übernommen. Das Wechselgetriebe wurde hinter das Fahrerhaus, zwischen die Planetenlenkgetriebe verlegt. Das Verteilergetriebe befindet sich jetzt zwischen Hauptkupplung und Wechselgetriebe. Im Wasser erfolgte der Antrieb durch zwei Propeller, die sich in zwei Tunneln, zwischen den Ketten am Heck des Fahrzeuges befanden. Ein interessantes Detail der Motorkühlung: Der Auspuff ist ein flacher Luftkanal der vom Motor zum oberen Rand der Bordwand reicht. Die Kühlkörper befinden sich am unteren Ende des Auspuffs, neben dem Motor. Es gab keine Ventilatoren. Der Luftstrom zur Kühlung wird durch Ejektoren im Abgaskrümmer im mittleren Teil des Auspuffs erzeugt. Die Abgase strömen aus den Ejektoren und reissen dabei Luft aus dem unteren Teil des Auspuff mit. So entsteht der Luftstrom zur Kühlung des Motors, dessen Stärke durch eine Klappe reguliert werden konnte. Der Motor wurde elektrisch gestartet. Für Notfälle war eine Druckluftflasche im Fahrerhaus und ein Druckluftverteilungssystem zum Anlassen des Motors vorhanden. Die Druckluftflasche musste ausserhalb des Fahrzeuges aufgefüllt werden.
Die Größe der Ladefläche betrug 20,54 m². Der Schwimmwagen war für den Transport von einem LKW mit max. 10 t Gewicht, max. Ural, oder 70 ausgerüsteten Soldaten ausgelegt. Zur Ausrüstung gehört Sanitätsausrüstung, die den Transport von 12 Tragen ermöglicht. Sie besteht aus Querträgern und einzelnen Buchsen. Die Querträger werden über die Abdeckung des Motorraumes gesteck und können so zwei Tragen aufnehmen. Die Buchsen werden in spezielle Halterungen an den Spurbahnen gesteckt, so daß je Spurbahn drei Tragen über dieser befestigt werden können. Für den Transport von Geschützen oder einachsigen Anhängern stand der Schwimmanhänger PKP zur Verfügung.
Die Heckklappe für die Be- und Entladung wird mit einer Handkurbel bewegt. Die Auffahrrampen werden ebenfalls manuell geklappt.
Das Lenzsystem besteht aus einer Lenzpumpen mit einer Förderleistung von 400 l/min und einer Lenzpumpe mit einer Förderleistung von 4000 l/min.
Der Schwimmwagen war Basis für das Rammfahrzeug PSK-M 2x500 der Eisenbahnpioniertruppen der Rückwärtigen Dienste.
| Länge | 11,50 m |
| Breite | 3,30 m |
| Höhe | 2,65 m |
| Größe der Ladefläche | 20,54 m² |
| Länge | 7,90 m |
| Breite | 2,60 m |
| Tragfähigkeit | |
| Wasser | 10 t |
| Land | 5 t |
| mittlere Geschwindigkeit | |
| Wasser beladen | 10 km/h |
| Strasse | 25 - 30 km/h |
| Gelände | 20 - 25 km/h |
| Einsatzbedingungen max. | |
| Strömungsgeschwindigkeit | 2,5 m/s |
| Windstärke | 4 |
| Motorleistung | 350 PS |
| Gesamtgewicht | 17,7 t |






1973 wurde die Weiterentwicklung des PTS-M, der PTS-2, vorgestellt. Bei unverändertem Grundkonzept wurde die Motorleistung erhöht, das Fahrwerk verändert. Motor, Komponenten der Kraftübetragung und des Fahrwerks stammen vom Schlepper MT-T. Die Tragfähigkeit des Schwimmwagens wurde angehoben. Die Kabine wurde leicht gepanzert, mit Schutz- und Hochseeausrüstung versehen. Sie hat jetzt eine Tür in der Rückwand hinter dem Beifahrersitz. Das Fahrzeug verfügt nun über eine Feuerlöschanlage, die automatisch oder manuell aus der Fahrerkabine ausgelöst wird. Die Seilwinde wurde von der Kabine in den Laderaum, hinter die Kabinenwand, verlegt. Das Fahrzeug ist mit einem Druckluftsystem ausgerüstet. Ein Kompressor liefert Druckluft für die Druckluftunterstützung der Hauptkupplung und der Feststellbremse und kann die Druckluftflasche für den Notstart wieder auffüllen. Die Größe der Ladefläche wurde erhöht.
Das Gerät verfügt am Heck über eine Planiereinrichtung, die auch als Abstützung für die Be- und Entladung dient. Für die Erdarbeiten sind zwei Verbreiterungen vorhanden, die am Planierschild befestigt werden können. Die Heckklappe kann mit der Hydraulik der Planiereinrichtung oder mit der Handkurbel bewegt werden. Auf der Waffenschau 2007 in Omsk wurde eine Maschine mit der Hydraulik aber ohne das Planierschild gezeigt.
Es dürfen jetzt maximal 75 Personen transpotiert werden. Die Querträger der Sanitätsausrüstung können in Halterungen an den Seitenwänden mitgeführt werden.
Das Lenzsystem besteht aus zwei Kreiselpumpen mit einer Förderleistung von insgesamt 1950 l/min. Eine kleine Lenzpumpe mit 450 l/min und eine große Lenzpumpe mit 1500 l/min Leistung. Die große Lenzpumpe arbeitet ab einem Wasserstand von 80 - 100 mm im Schwimmkörper.
| Länge | 12,00 m |
| Breite | 3,30 m |
| Höhe | 3,17 m |
| Breite der Planiereinrichtung mit Verbreiterung | 3,55 m |
| Größe der Ladefläche | 23,6 m² |
| Länge | 8,225 m |
| Breite | 2,87 m |
| Tragfähigkeit Wasser/Land | 12 t |
| Maximale Geschwindigkeit | |
| Wasser leer | 12,9 km/h |
| Wasser beladen | 11,7 km/h |
| Strasse | 60 km/h |
| Gelände | 34 km/h |
| Einsatzbedingungen max. | |
| Strömungsgeschwindigkeit | 2,5 m/s |
| Windstärke | 3 |
| Motorleistung | 710 PS |
| Gesamtgewicht | 24,2 t |







1989 wurde der PTS-3 vorgestellt. Die Weiterentwicklung des PTS-2.
Bei gleichbleibender Motorleistung und Gesamtkonzept wurde die Tragfähigkeit und Geschwindigkeit im Wasser erhöht. Die Ladefläche wurde vergrößert. Die Steuerelemente, der Wasserantrieb, andere Baugruppen und Komponenten wurden verbessert. Über dem Beifahrersitz ist ein MG-Turm. Die Propeller befinden sich nicht mehr in Tunneln im Heck, sondern sind jetzt als Mantelpropeller am Heck angebracht. Die Ruderanlage besteht aus zwei Rudern pro Propeller. An Land können sie hydraulisch an die Heckklappe angehoben werden.
Eine Serienproduktion fand nicht statt.
| Größe der Ladefläche | 24 m² |
| Länge | 8,285 m |
| Breite | 2,89 m |
| Tragfähigkeit Wasser | 16 t |
| Maximale Geschwindigkeit Wasser beladen | 15 km/h |
| Gesamtgewicht | 25,8 t |


