In den 1970-ger Jahren wurde in der damaligen DDR die Entwicklung eines Nachfolgers für das BLG-60 begonnen.
Der BLP-72 sollte auf Basis des T-72 eine längere Brücke als das BLG-60 verlegen können. Im Gegensatz zum BLG wurde die Brücke dreiteilig ausgelegt, das Falten und Entfalten der Brücke geschah auch hier mit Seilzug. Die Ablage der Brücke war entfaltet oder als Paket möglich. Mehrfachverlegung, auch mit Brücken des BLG-60M2, war ebenfalls möglich.
Die Brücke war eine geschlossene Konstruktion, so dass bei Unterwasserfahrt des Verlegefahrzeuges die Brücke schwimmend vom Fahrzeug gezogen werden konnte.
Nach Verzögerungen durch Probleme mit den Basisfahrzeugen, die aus Polen und der CSSR geliefert wurden, und technologischen Problemen mit dem pioniertechnischen Aufbau wurde im Frühjahr 1989 beschlossen, die Entwicklung des BLP einzustellen.
Einer der beiden gebauten Prototypen wurde nach 1989 von der Bundeswehr und deren Verbündeten ausgiebig getestet und steht heute im Militärhistorischen Museum in Dresden.
Abmessungen | |
mit Brücke | |
Länge | 11 m |
Breite | 3,80 m |
Höhe | 3,80 m |
Verlegefahrzeug mit pionier-technischem Aufbau | |
Länge | 7,75 m |
Breite | 3,46 m |
Höhe | 2,72 m |
Verlegefahrzeug | |
Länge | 6,86 m |
Breite | 3,46 m |
Höhe | 1,90 m |
Länge der Brücke | 25 m |
Tragfähigkeit | |
Einzelverlegung | 50 t |
Mehrfachverlegung | 42 t |
Maximale Geschwindigkeit | 60 km/h |