Versionen

Brückenlegegerät-60

Es war nur die einfache Verlegung möglich. Beim Ablegen oder Aufnehmen der Brücke wurde der Schwenkarm nach vorn gesenkt und stützte das Fahrzeug ab.

Die Hecktraverse verfügte auf der Ablage der Brücke auf jeder Seite über zwei Kegel zur Positionierung der arretierten Brücke. Die Hecktraverse hatte sich verjüngende Enden, sie waren bei Fahrzeugen früher Produktion über den Ketten freitragend. Auf der Breite der Wanne war sie mit fünf senkrechten und zwischen den äusseren Stützen mit einer diagonalen Stütze aus U-Profil mit dem Fahrzeug verbunden. Bei den Serienfahrzeugen späterer Produktion wurden die beiden äusseren senkrechten Stützen durch große trapezförmigen Stützen ergänzt, die auch über die Kettenabdeckungen reichten. Foto's sind im Heft Fahrzeugprofile Nr. 95 auf Seite 18 unten und Seite 20 oben zu sehen.

BLG-60 Schwenkarm
BLG-60 Schwenkarm
der Spalt zwischen den Gelenken des Schwenkarmes ist offen

BLG-60 ohne Brücke
BLG-60 ohne Brücke
Quelle: http://www.nva-forum.de/nva-board/uploads/post-88-1264945309.jpg

BLG-60 Hecktraverse, frühe Bauform
BLG-60 Hecktraverse

BLG-60 Hecktraverse, spätere Bauform
BLG-60 Hecktraverse

Brückenlegegerät-60M

Ab 1971 wurden die Einführung von T-55AM aus der CSSR begonnen. Gleichzeitig wurden die vorhandenen T-55, T-55A/A(P) auf einen einheitlichen Stand modernisiert, bei den neu eingeführten T-55AM wurde fehlende Ausrüstung ergänzt. Im Rahmen dieser Modernisierung wurden die BLG-60 zu BLG-60M modernisiert.

Bei den modernisierten Panzern sollten die Bezeichnung um ein "M" erweitert werden. Die Truppe führte dieses "M" nicht, da keine Unterscheidung der Versionen mehr nötig war.

Die Modernisierung beinhaltete u.a. die Ausrüstung der Fahrzeuge mit neuen Gummi-Metall-Gelenk-Ketten und passenden Zahnkränzen.

Es war jetzt die zweigliedrige Verlegung der Brücken möglich.

An Auflagen am Schwenkarm, an denen Gummipolster verschraubt sind, ist die modernisierte Version zu erkennen. Die Auflagen schützen den Brückenbelag bei Mehrfachverlegung. Der Ausleger hat nun eine Schubvorrichtung mit Schieber und Schubzylinder. Sie dient der Trennung der Brücke vom Ausleger nach der Verlegung. Der Ausleger ist mit einer Marschverzurrung ausgerüstet, die ein Absenken des Schwenkarms bei Fahrt ohne Brücke verhindert.

Die Hecktraverse hat nun keine verjüngenden Enden mehr. Sie wird nur noch mit 2 trapezförmigen und einer senkrechten Befestigungen mit dem Panzer verbunden. Zwei Verstrebungen stützen die Hecktraverse auf der Wannenoberseite ab. An der Hecktraverse sind zwei Verankerungen befestigt. Sie werden bei Mehrfachverlegung an den Spitzen der zusätzlichen Brücke befestigt und schützen sie gegen Verrutschen beim Befahren. Die Spitzen der Brückenhälften sind zur Aufnahme der Verankerungen vorbereitet.

Auf der linken Seite des Fahrzeuges ist eine Seilrolle der Stromverankerung untergebracht. Damit soll das Verschieben der Brücke durch fliessende Gewässer bei zweigliedriger Verlegung verhindert werden. Auf der rechten Kettenabdeckung ist zwischen den Kraftstofftanks ein Gestell aus Winkeleisen, in das eine zusätzliche Klappenkiste eingesetzt ist, befestigt. In dieser ist die Stromverankerung untergebracht. Auf dem Deckel der Kiste ist ein Erdanker befestigt.


BLG-60M
BLG-60M
Noch mit alten Ketten. An den Brückenspitzen die Aussparungen für die Verankerungen. Die Auflagen am Schwenkarm.

BLG-60M
BLG-60M
Klappenkiste für die Stromverankerung, Verankerung an der Hecktraverse

BLG-60M
BLG-60M
Seilrolle der Stromverankerung, dahinter die Standardverladekeile, auf der EWZ-Kiste Befestigungsseile für Bergebalken

BLG-60M Marschverzurrung
BLG-60M

BLG-60M Verlegeeinrichtung
BLG-60M
Die Schubeinrichtung mit Schieber und Schubzylinder. Klappenkiste, Marschverzurrung angelegt

BLG-60M Hecktraverse
BLG-60M



Brückenlegegerät-60M2

Anfang der 1980-ger Jahre, nach Beginn der Einführung des T-72, wurden für die mit diesem Panzer ausgerüsteten Einheiten 30 BLG-60M zu BLG-60M2 modernisiert.

Die Spurbahnen der Brücke wurden an den Aussenseiten um 10 cm verbreitert. Sie sind an den zwei Verstärkungsstreben an der Unterseite der Spurbahn und dem unterschiedlichen Abstand der Löcher für die Kegel der Hecktraverse zum Rand der Spurbahn zu erkennen. Der Abstand ist an der Aussenseite der Spurbahn größer als an der Innenseite.

Es ist nun die dreigliedrige Verlegung der Brücke möglich. Es sind zwei Stromverankerungen vorhanden. Die zweite Seilrolle ist auf der rechten Seite untergebracht. Das Gestell für die Klappenkisten, nun aus Rohr, ist höher und breiter. Zwei Klappenkisten der Stromverankerungen sind auf dem Gestell befestigt. Unter dem Gestell auf den Tanks liegen zwei Transporthalterungen für die Brücke während des Eisenbahntransportes.

BLG-60M2
BLG-60M2
Klappenkisten, Transporthalterungen

BLG-60M2 der finnischen Armee
BLG-60M2
Beide Seilrollen, Klappenkisten, Transporthalterungen

BLG-60M2
BLG-60M2
die Transporthalterungen sind angelegt

Brücke des BLG-60M2
BLG-60M2
die zwei Verstärkungsstreben und der unterschiedliche Abstand der Löcher zum Rand der Spurbahn ist gut zu erkennen
Quelle: Youtube