USM

Die Brückenbaueinrichtung USM (Vorrichtung zum Bau vom Brücken) wird von den Pioniereinheiten zum Bau von hölzernen Behelfsbrücken an flachen stehenden und fliessenden Gewässern oder morastigen Gebieten verwendet.

Die Vorrichtung verfügt über eine ausfahrbare Plattform mit 4 Dieselrammen, so das 4 Holzpfähle für ein Pfahljoch gleichzeitig in den Untergrund gerammt werden können. Der auf dem Fahrzeug vorhandene hydraulische Kran wird für die Verlegung der Brückenelemente verwendet. Die Plattform hat zwei Ebenen. Auf der oberen werden die Dieselrammen bedient. Auf der unteren können die Pfähle auf einheitliche Länge gebracht und der Querbalken und der Oberbau der Brücke angebaut werden.

Die USM kann auf dem errichteten Brückenabschnitt oder auf Pontons verwendet werden.

Zur Brückenbaueinrichtung gehören ein Basisfahrzeug und ein Hilfsfahrzeug das zum Transport eines Falt- oder Schlauchbootes, von Motorsägen, den Dieselrammen und weiterem Zubehör benutzt wird.

USM-1

Die erste Variante der Brückenbaueinrichtung wurde auf dem Basisfahrzeug Kraz-255B1 hergestellt. Das Hilfsfahrzeug ist ein Kraz-255B1 mit Pritsche.

In der NVA sollten zwischen 1981 und 1985 15 USM-1, mit der Bezeichnung fahrbares Rammegerät, eingeführt werden.

Besatzung12 Mann
Masse Basisfahrzeug18,77 t
Nutzlast der Brücke60 t
Breite der Brücke 4,20 m
max. Stützweite4,50 m
max. Fliessgeschwindigkeit eines Flusses2,50 m/s
Arbeitsgeschwindigkeit bei normalen Bedingungen12 - 15 lfm/h
Anzahl Dieselrammen4 Stück
Tragfähigkeit Kran2,5 t
Tragfähigkeit Kran bei max. Ausladung von 7,5 m2 t


USM-1 in Transportstellung
USM-1 in Transportstellung

USM-1 in Arbeitsstellung
USM-1 in Arbeitsstellung

USM-1 beim Errichten einer Brücke
USM-1 beim Errichten einer Brücke


USM-2

Die zweite Variante der Brückenbaueinrichtung wurde auf dem Basisfahrzeug Kraz-260G hergestellt.

Es wurden nur wenige Änderungen und Anpassungen an das neue Basisfahrzeug durchgeführt. So ist der teleskopierbare Teil des Kranarmes nun ein Kastenprofil, kein Gittermast mehr. Der Mast für die Dieselramme ist anders konstruiert. Es wurden zwei zusätzliche hydraulische Abtsützungen angebracht.

Die Leistungsdaten haben sich nicht geändert. Die Masse des Basisfahrzeuges hat sich auf 21,68 t erhöht.

Zwischen 1987 und 1992 sollten 8 USM-2 in der NVA eingeführt werden. 1990 wurden 6 Basisfahrzeuge und vermutlich 2 Transportfahrzeuge an die Bundeswehr übergeben.

USM-2 in Transportstellung
USM-2 in Transportstellung

USM-2 in Arbeitsstellung
USM-2 in Arbeitsstellung

USM-2 beim Errichten einer Brücke
USM-2 beim Errichten einer Brücke

USM-2 Basisfahrzeug und Transportfahrzeug auf einer Pontonfähre
USM-2 Basisfahrzeug und Transportfahrzeug auf einer Pontonfähre

USM-2 Transportfahrzeug
USM-2 Transportfahrzeug
Quelle: Räderfahrzeuge der NVA

USM-2 Transportfahrzeug
USM-2 Transportfahrzeug

USM-3

Für die dritte Variante der Brückenbaueinrichtung wurden Lösungen mit anderen Basisfahrzeugen nötig. Nach dem Zerfall der Sowjetunion ist die russische Armee bestrebt, importierte Fahrzeuge durch Fahrzeuge russischer Produktion zu ersetzen. Basisfahrzeug ist jetzt der Ural 532361.
Der Kranarm ist nun komplett ein Kastenprofil, nicht mehr ein Gittermast. Die Hublast der Kranes wurde erhöht. Die Arbeitsplattform kann weiter ausgefahren werden, wodurch sich die Stützweite der Brücke erhöht.

Die Leistungsdaten haben sich erhöht.

Als Hilfsfahrzeug wird ebenfalls ein Ural 532361 oder ein Kamaz 63501 verwendet.

Besatzung11 Mann
Masse Basisfahrzeug18,9 t
Nutzlast der Brücke60 t
Breite der Brücke 4,20 m
max. Stützweite5,0 m
max. Fliessgeschwindigkeit eines Flusses2,50 m/s
Arbeitsgeschwindigkeit bei normalen Bedingungen15 - 18 lfm/h
Anzahl Dieselrammen4 Stück
Tragfähigkeit Kran3 t


USM-3 in Transportstellung
USM-3 in Transportstellung

USM-3 in Arbeitsstellung
USM-3 in Arbeitsstellung

USM-3 beim Errichten einer Brücke auf einer Pontonfähre
USM-3 beim Errichten einer Brücke auf einer Pontonfähre

USM-3 beim Errichten einer Brücke
USM-3 beim Errichten einer Brücke