Minenräumpanzer Keiler

Der Minenräumpanzer Keiler ist das letzte beim deutschen Heer eingeführte Fahrzeug auf Basis des Panzers M48.

Nach der Fertigstellung zweier Prototypen 1985 und deren Truppenerprobung, wurden 1993 24 Fahrzeuge bestellt. Zwischen 1996 und 1998 wurden diese Fahrzeuge hergestellt und an die Pioniertruppen ausgeliefert. 2002 wurden 4 Fahrzeuge an Polen abgegeben.

Bei IFOR- und SFOR-Einsätzen in Bosnien und Kroatien haben sich die Fahrzeuge bewährt. Die beräumten Spuren sind mit einer Räumsicherheit von 98 - 100% sehr sicher, da aber nicht ausgelöste Minen neben die Spur geschleudert werden ist das Fahrzeug für humanitäres Minenräumen nicht geeignet.

Die Wanne des M48 A2 C ist wegen der Herstellung aus Gussstahl widerstandsfähiger gegen Minenexplosionen als die geschweisste Wanne des Leopard. Sie konnte ohne gravierende Änderungen für den Keiler verwendet werden.

Die Räumvorrichtung besteht aus einem Schlagwerk, das zum Minenräumen vor das Fahrzeug geschwenkt wird. Es steht leicht schräg nach links zur Fahrtrichtung. Die Räumelemente, auch Elefantenfüße genannt, sind an Ketten an den rotierenden Räumwellen befestigt. Beim Minenräumen fräsen die Räumelemente durch den Boden und lösen Minen aus, zerschlagen diese oder werfen sie neben der Räumspur aus. Die Räumtiefe kann automatisch gehalten werden. Die Elefantenfüße halten bei mittleren bis schweren Böden mindestens 3000 m Räumstrecke. Der Panzer kann mit dem Räumgassenmarkierungsgerät CLAMS des israelischen Hersteller IMI ausgerüstet werden. Markierungen können automatisch oder manuell gesetzt werden. In der Transportstellung ist die Räumvorrichtung auf die Wannenoberseite geschwenkt.

Abmessungen
Marschstellung mit CLAMS
Länge8,95 m
Breite3,76 m
Höhe3,80 m
Räumstellung
Länge10,7 m
Breite6,35 m
Höhe2,76 m
Leergewicht53 t
Maximale Geschwindigkeit48 km/h
Räumgeschwindigkeit0,2 - 4,0 km/h
maximale Räumtiefe25 cm
Räumspurweite4,70 m
Besatzung2 Mann


Keiler in Marschstellung
Keiler

Keiler beim Minenräumen
Keiler

Keiler beim Minenräumen
Keiler