Ingeniorpanservogn NM189

Ab 1995 wurde in Norwegen der Pionierpanzer NM189 Ingeniorpanservogn für die norwegische Armee entwickelt. Ab 1999 wurden die ersten Fahrzeuge getestet, unter anderem auch bei Einsätzen in Kosovo. Bis 2001 wurden alle 22 bestellten Fahrzeuge geliefert.

Das Fahrzeug ist mit einem hydraulischen Schiebeschild und einem hydraulischen Baggerarm ausgestattet. Der Baggerarm ist mittig an der Front des Fahrzeuges angebracht. Er wird zwischen den Aufbauten nach hinten abgelegt. Der Baggerarm kann auch als Kran benutzt werden. Die zweiköpfige Besatzung ist in getrennten Aufbauten untergebracht. Sie besteht aus dem Fahrer und dem Kommandanten.

Basisfahrzeug ist der Leopard-1. Das Fahrzeug ist mit zwei Seilwinden von je 9 t Zugkraft ausgestattet. Mit Hilfe von Seilrollen wird eine max. Zugkraft von 60 t erreichen. Die Seillänge beträgt 200 m. Der Baggerarm ist mit einem Tieflöffel ausgerüstet. Das Fahrzeug kann mit entsprechender Ausrüstung in bis zu 4 m tiefem Wasser eingesetzt werden. Eine elektrische Schweiss- und Schneidausrüstung gehört zur Ausstattung.

Das Fahrzeug ist mit einem 12,7-mm MG und 8 Nebelbecherwerfern ausgerüstet. Zum Schaffen von Gassen in Minenfeldern können auf der Panzerwanne gestreckte Ladungen (MICLIC) angebracht werden.

Besatzung2 Mann
Leistung beim Baggern170 m³/h
Volumen Baggerlöffel1 m³
max. Länge des Baggerarm8 m
max. Arbeitstiefe beim Baggern4 m
Tragfähigkeit Kran15 t
Schwenkbereich Arm270 °
Arbeitsleitsung mit dem Schiebeschild270 m³/h
Breite Schiebeschild3,6 m
Höhe Schiebeschild1,08 m
Gesamtmasse46 t
max. Geschwindigkeit62 km/h
Länge9,8 m
Breite3,37 m
Höhe2,5 m


Ingeniorpanservogn
Ingeniorpanservogn

Ingeniorpanservogn bei der Arbeit mit dem Schiebeschild
Ingeniorpanservogn bei der Arbeit mit dem Schiebeschild

Ingeniorpanservogn bei der Arbeit mit dem Bagger
Ingeniorpanservogn bei der Arbeit mit dem Bagger