IPR

Das IPR (Pionier Unterwasser Aufklärung) ist für die Duchführung der Pionieraufklärung des Geländes, von Marschrouten und Wasserhindernissen ausgerüstet. Anders als das IMR kann das IPR ebenfalls unter Wasser die Aufklärung von Hindernissen durchführen.

In den 1970-ger Jahren wurde das IPR im Konstruktionsbüro "Muromteplovoz" entwickelt und hergestellt. Basis war der BMP-1 dessen Motor, Getriebe und Fahrwerkskomponten verwendet wurden. Der Rumpf des Fahrzeuges ist in 4 wasserdichte Kammern unterteilt. In der vorderen Kammer, die auch als Ballasttank dient, befinden sich die Geräte zur Pionieraufklärung und Teile des Minensuchgerätes. In der zweiten Kammer ist die Besatzung untergebracht. Zur Besatzung gehört neben Kommandant und Fahrer ein Pioniertaucher, der über eine Schleuse das Fahrzeug unter Wasser verlassen kann. In den beiden hinteren Kammer ist der Motor und die Getriebeeinheit untergebracht. Seitlich des Motorraumes befinden sich zwei Ballasttanks. Der Wasserantrieb beim schwimmen erfolgt durch zwei am Heck angebrachten Mantelpropeller. Wenn das Fahrzeug taucht werden die Abgase des Motors durch einen Schnorchel, das deutlichste Unterscheidungsmerkmal zum IRM, an die Wasseroberfläche abgeleitet. Bei Fahrt auf dem Land ist er auf das Fahrzeug nach hinten abgeklappt. Weitere Unterscheidungsmerkmale zum IRM sind der Notausstieg in Fahrrichtung links neben dem MG-Turm und der fehlende Aufbau hinter dem MG-Turm. Hier befindet sich die Schleuse für den Taucher. Beides ist auf dem mittleren Foto vom Austellungsfahrzeug des Petersburger Artillerie Museums gut zu erkennen. An diesem Fahrzeug ist nur noch der untere Teil des Schnorchels vorhanden. Kurzeitig darf in 15 m Wassertiefe gearbeitet werden.

Das Fahrzeug ist mit Aufklärungsgeräten ausgestattet, mit denen die Bodenbeschaffenheit, die Tiefe und das Profil des Bodens von Wasserhindernissen, die Fliessgeschwindigkeit von Gewässern ermittelt werden können. Auch ist es mit Minensuchgeräten ausgestattet. Minen können bis zu einer Entfernung von 3,6 m in bis zu 30 cm Tiefe gefunden werden. Das Fahrzeug wird beim erkennen von metallischen Gegenständen automatisch gestoppt. Die Aufklärung kann auch in verseuchten Gebieten durchgeführt werden.

Es sollen maximal 80 Fahrzeuge produziert worden sein.

Besatzung3 Mann
Motorleistung300 PS
Maximale Geschwindigkeit Strasse52 km/h
Maximale Geschwindigkeit Wasser11 km/h
Geschwindigkeit bei Geländeerkundung8-10 km/h
Geschwindigkeit bei der Minensuche5 km/h
Tauchtiefe normal8 m
Tauchtiefe max., kurzzeitig15 m
Länge8,72 m
Breite3,15 m
Höhe2,4 m
Bewaffnung1 MG PKT 7,62 mm
Gewicht17 t


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